Corona-Schock für Digitale Nomaden?

Corona-Schock für Digitale Nomaden?

Als die Corona-Schockwelle im März um die Welt ging, binnen einer Woche alle Länder der Welt ihre Grenzen dicht machten und quasi alle Airlines ihren Betrieb einstellten, waren nicht nur Touristen in ihrem Urlaub betroffen. Digitale Nomaden waren in ihrer Essenz – dem Reisen – getroffen.
Anders als Touristen, die vielleicht mal ihren Jahresurlaub in exotischen Regionen dieser Welt verbringen, sind Digitale Nomaden eher gewohnt, für längere Zeit in fremden Ländern und Kulturen zu leben. Dadurch fiel es vielen Digitale Nomaden nicht schwer, in fremden Ländern den ersten Lockdown zu überstehen.
Das oft leidige Thema der notwendigen monatlichen VISA-Verlängerungen (vor allem in Asien) fiel weg, da aufgrund der ausserordentlichen Situation das VISA in den meisten Ländern automatisch verlängert wurde. Für viele Digitale Nomaden, die z.B. in Thailand oder auf Bali geblieben waren, traumhafte Bedingungen!
Doch leider kam die Welt nach dem ersten Lockdown nicht wieder zurück zum gewohnten Leben. Die meisten Länder dieser Welt sind immer noch für Touristen geschlossen, erleben mittlerweile die 2. Welle wie in Europa oder haben extreme Auflagen, um in ein Land einzureisen. Internationale Flüge operieren wieder, sicherlich jedoch auf einem Niveau, was weit unter dem vor dem Ausbruch von Corona liegt.

DIE CORONA AMPEL

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In vielen Ländern wurde eine epidemiologische Corona-Ampel eingeführt. Je roter die Ampel desto mehr Restriktionen werden erlassen. Es gibt zum Teil massive Einschränkungen in der Bewegungs- und Reisefreiheit. Wenn man sich in ein anderes Land begibt, was als Risikoland eingestuft ist, kann es Probleme mit der Krankenkasse geben. Wenn man wieder in sein Land zurückkommen will, drohen oft 14 Tage Quarantäne und der Corona-Test.
Es gibt kein Verlass mehr auf gebuchte Flüge, kurzfristige Annullierungen, Problem bei Rückzahlungen bereits bezahlter Flüge. Wenn man früher eine Reise oder Urlaub plante, konnte man mit 99,9%-iger Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass die Reise auch tatsächlich stattfindet. Heute muss man sehr flexible sein. Wenn sich Corona-Restriktionen ändern und man nicht bereit ist, auf eine gewisse Lebensqualität zu verzichten, gibt es sicherlich ein anderes Land, wo dies noch möglich ist. Eine feste Wohnung, eine Festanstellung, die einem an das Büro oder an eine kurzfristige Verfügbarkeit bindet, sind in diesem Falle suboptimal.

DER NOMADEN LIFESTYLE ALS GARANT DES FREIEN LEBENS

Digitale Nomaden sind am besten auf die momentanen dynamischen Veränderungen im weltweiten Reisegeschehen gewappnet. Ortsunabhängiges Einkommen, keine feste Wohnung und das richtige Mindset: „Ich gehe dort hin, wo ich am besten behandelt werde!“
Die aktuelle Lage auf der Welt ergibt nicht viele Möglichkeiten zum Reisen, aber einige bestehen dennoch. Beliebte Nomaden-Destinationen wie Thailand oder Bali sind auf weiteres für Touristen geschlossen. Dennoch gibt es in beiden Ländern Möglichkeiten für die Einreise, auch wenn man sich für einen längeren Aufenthalt committen muss. Aber genau das war ja schon immer der Wunsch vieler Digitaler Nomaden, nicht nur 2 Wochen in einem Land bleiben zu können.

MEXICO UND COSTA RICA ALS NOMADEN REFUGIUM

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Sowohl Mexiko als auch Costa Rica sind momentan für alle Länder der Welt offen. Es gibt keine Einreisebeschränkungen, die an die Nationalität oder Reisehistorie gebunden sind. Es gibt keine Quarantänebestimmungen, weder die Erfordernis, einen negativen Corona-Test vorzulegen.
Heile Welt also? Nicht ganz hundertprozentig! Für die Einreise nach Costa Rica muss eine Bestätigung der Krankenversicherung vorgelegt werden, sowie eine Covid-Zusatzversicherung, die ebenfalls Kosten für eine etwaige Quarantäne einschliesst. Dabei muss die Krankenversicherung für den gesamten Aufenthalt in Costa Rica gültig sein, mindestens 50.000 US$ an medizinischen Kosten im Falle einer Erkrankung an COVID-19 und mindestens 2.000 US$ an Unterbringungskosten abdecken (im Falle einer Quarantäne bei Erkrankung).
Des Weiteren muss ein Gesundheitsformular ausgefüllt werden, was frühestens 48 Stunden vor Abreise geschehen kann. Der Corona-Test ist seit dem 26. Oktober 2020 nicht mehr obligatorisch.

MEXIKO

Mexiko hat zwar bis auf das Ausfüllen eines Gesundheitsformulars keine Einreisebeschränkungen, jedoch kann es je nach Bundesstaat zu mehr oder weniger restriktiven Einschränkungen kommen. Mexiko hat ein Ampelsystem eingeführt, bei dem das öffentliche Leben (Geschäfte/Restaurants etc.) im roten Bereich fast zum Erliegen kommt.

MEXIKO STADT

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Mexiko-Stadt zeichnet sich durch eine hohe Diversität im kulturellen als auch im kulinarischen Bereich aus. Trotz dessen, dass Mexiko-Stadt momentan kurz vor dem Roten Ampelbereich steht, ist das öffentliche Leben noch voll im Gange. Viele Museen haben geöffnet, Bars/Restaurants schliessen jetzt lediglich ein bisschen früher. Es werden ebenfalls noch eine Menge an Meetups und Sprachaustausch-Events angeboten, welche zum Teil von Einheimischen oder Expats/Digitalen Nomaden organisiert werden. Mit etwas Glück findet man eine coole Gruppe, die auch nach dem Schliessen von Bars und Restaurants noch einen privaten Platz zum weiteren kulturellem Austausch findet.

QUINTANA ROO in Mexiko

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Die beliebtesten Nomaden-Destinationen liegen allerdings in QUINTANA ROO, welches momentan im Gelben Ampelbereich liegt und somit bis auf das Maskentragen in geschlossenen öffentlichen Räumen alles Weitere erlaubt.
QUINTANA ROO liegt an die Karibik und weist ganz-jährlich ein top Klima auf. Die Rede ist von PLAYA DEL CARMEN UND TULUM. In beiden Orten finden sich zur Zeit viele Digitale Nomaden und Expats und es werden immer mehr. Welcher Ort zu einem am besten passt, checkt man am besten selber aus. PLAYA DEL CARMEN ist größer und deutlich touristischer, weisst aber eine deutlich bessere Infrastruktur auf, was sich z.B. in deutlich besserer Internet-Stabilität bemerkbar macht. TULUM hingegen, ist kleiner und hat mit Sicherheit den deutlich schöneren Beach, auch wenn er nicht fußläufig erreichbar ist. Allerdings hört man immer wieder, dass Digitalen Nomaden mit dem Internet Probleme haben und letztendlich nach PLAYA DEL CARMEN kommen.
Mexiko bietet noch weitere zahlreiche sehenswerte Orte wie Pyramiden, Cenoten, schneebedeckte Vulkane und zahlreiche Strände an der Karibik und am Pazifik.

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